St. Petri möchte eine echte Beteiligungsgemeinde werden. Eine Gemeinde, in der Menschen jeden Alters ihre Fähigkeiten einbringen können, die ihnen die Möglichkeit gibt, sich weiterzuentwickeln und Neues zu erlernen im Dienst der ganzen Gemeinschaft, die sich auf Jesu Wort gründet.
In St. Petri hat das ehrenamtliche und freiwillige Engagement schon immer einen hohen Stellenwert gehabt: Das zeigt sich in der Kirchenvorstandsarbeit ebenso wie in der Ausbildung von Lektorinnen, in der Besuchsdienstarbeit, in den Musikgruppen und Gesprächskreisen, im Kindergottesdienst und in der Jugendarbeit.
Es ist keine reine finanzielle Not, die uns treibt, sondern vielmehr die Besinnung auf das Neue Testament. Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone, beruflich Tätige im Büro, in der Reinigung, im Kindergarten, in der Küsterei und Hausmeisterei sind unverzichtbar für die Kontinuität und die Verläßlichkeit. Sie alle bilden das Gerüst, stellen den Rahmen und die Räume zur Verfügung und auch ihr Wissen und ihre Kenntnisse.
Gemeinde jedoch sind alle, die sich dazu zählen und sich einbringen: Manche tun das mit Zeit, andere mit Sach- oder Geldspenden.
Für uns wichtig in dieser großen Gemeinde mit ca. 200 sehr aktiven Ehrenamtlichen und Freiwilligen ist, dass wir Sorge dafür tragen, dass wir neue Engagementbereiche eröffnen, Entwicklungsmöglichkeiten anbieten, Ansprechpartner sind und dennoch den christlichen Grund nicht aus dem Auge verlieren.
Die Engagementbereiche sind vielfältig, aber nicht immer ist es leicht, das Richtige zu finden. Etwas, das zu einem paßt und eine Aufgabe, die einen zufrieden macht. Die Motivationen sind sehr unterschiedlich: Der eine hat Zeit und will etwas zurückgeben von dem, was er oder sie erhalten hat. Manche suchen Gemeinschaft und Lernmöglichkeiten, manche kurzzeitige Engagements, die nicht dauerhaft binden, manche arbeiten gern allein für sich und wollen es dennoch für andere tun.
Freiwilligenengagement und Ehrenamt in Kirche heißt nicht, dass man ein fertiges Bekenntnis mitbringen muß. Es heißt auch nicht, dass man unbedingt Kirchenmitglied sein muß. Aber für bestimmte Engagementbereiche ist eine Nähe zur evangelischen Kirche Voraussetzung für eine Tätigkeit. Das betrifft vor allem den Kindergottesdienst, die Verkündigung und den Besuchsdienst.
Ansprechpartnerin für das Thema "Ehrenamt und Freiwilligenarbeit in St. Petri" ist Pastorin B. Kattwinkel-Hübler

Bettina Kattwinkel-Hübler, Pastorin, 38 Jahre, verheiratet, zwei Kinder hat sich im Jahr 2008 zur Freiwilligenmanagerin fortgebildet. Das hat der Kirchenkreis Wesermünde-Nord ermöglicht. Zunächst wird die St. Petri-Gemeinde von den Erkenntnissen profitieren, aber es soll weitergehen!