Alles evangelisch, oder was?!

30. Juli 2021

Lutherisch, reformiert, uniert – was heißt das eigentlich?

Um diesen sogenannten „evangelischen Konfessionen“ auf die Spur zu kommen, geht unser Blick zurück in die Geschichte. Genauer gesagt ins 16. Jahrhundert,die Zeit der Reformation.

Neben dem großen Reformator Martin Luther gab es noch einige andere Theologen, die sich genauso wie Luther damals vor allem über die Allmacht des Papstes, die Unverständlichkeit der mittelalterlichen Gottesdienste und die damals weit verbreitete Ansicht, dass ein Mensch sich sein Heil verdienen oder erkaufen könnte, ärgerten. Hierzu zählen zum Beispiel Ulrich Zwingli und Johannes Calvin.

Allerdings setzten sie in ihren Lehren andere Schwerpunkte oder kamen zu Überzeugungen, die sich von denen Luthers in mancherlei Hinsicht unterschieden.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte es sich, dass es Gemeinden gab, die eher der Lehre Martin Luthers folgten – die „Lutheraner“ - und andere, die sich eher an den Schriften Zwinglis oder Calvins orientierten – die „Reformierten“. Oftmals waren die jeweiligen Gemeinden besonders stark in einer Region vertreten.
Allerdings gab es auch Gebiete, in denen sich in gleichen Teilen lutherische und reformierte Gemeinden nebeneinander befanden. Dort kam es 1817 zur „Preußischen Union“, das heißt, vor allem auf dem Staatsgebiet Preußens wurden die lutherische und die reformierte
Kirche vereint zur „unierten“ Kirche.

Gemeinsam ist allen drei Konfessionen (übersetzt: „Bekenntnisse“), dass sie als Quelle des Glaubens allein die Bibel anerkennen. Damit sind sie im wahrsten Wortsinn EVANGELISCH! Worin sie sich voneinander unterscheiden, erfahren Sie in einer der nächsten Gemeindebrief- Ausgaben.