Auf ein Wort

Pastorin Almut Berndt, St.-Petri Kirchengemeinde Langen

Vorwärts stolpern - an Gottes Hand

Liebe Leserin, lieber Leser!

Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist es erst wenige Tage alt, das neue Jahr. Wie ein offenes Buch liegt es da. Viele unbeschriebene, leere Seiten. Wohl selten zuvor konnte man so wenig darüber sagen, wie diese Seiten gefüllt werden würden. Was kann stattfinden? Und wenn überhaupt – in welcher Form? Unser Alltag in Schule, Beruf, zu Hause, in der Gemeinde – wie wird er sich gestalten?

Mit festem Schritt auf direktem Wege munter nach vorne zu marschieren – das fällt am Anfang dieses „Jahr 2 mit Corona“ schwer. Jetzt ist es eher ein Stolpern. Zögerlich setzen wir einen Fuß vor den anderen, bleiben stehen, fragen, zweifeln.

Und manchmal wird aus dem Stolpern ein Fallen. Das tut weh.

Trotzdem sind wir auf dem Weg. Genau so. Stolpernd. Aber in Bewegung. Und: an Gottes Hand. „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ (Jesaja 41,10)

An diese alten Worte will ich mich halten. Mit diesem alten Versprechen im Ohr will ich das Stolpern wagen – im Alltag und in der Gemeinde. Denn ich weiß: Da sind Menschen, die mit mir gemeinsam unterwegs sind. Und da ist Gott.

Ich wünsche Ihnen Mut zum „Vorwärts stolpern – an Gottes Hand“.

Ein gesegnetes Jahr 2021!

Ihre Pastorin Almut Berndt