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- Was ist los in Langen?

Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.
Während er die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten sie auf.

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde gab. Die Körner gingen schnell auf, weil sie nicht tief im Boden lagen. Aber als die Sonne hoch stand, wurden die Pflanzen verbrannt. Sie vertrockneten, weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.

Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln schossen hoch und erstickten die junge Saat. Deshalb brachten sie keinen Ertrag.

Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.  Die Körner gingen auf, wuchsen heran und brachten Ertrag: manche dreißigfach andere sechzigfach, andere sogar hundertfach.

(Matthäus 13,3-8 nach der BasisBibel)


Liebe Lesende,
eine ziemlich mickrige Bilanz, oder? Nur ein Viertel der ausgestreuten Samen fängt tatsächlich an zu keimen und wird zur Pflanze. Die anderen 75% - nix! Drei von vier Teilen Saat, die nicht aufgehen.

Wir säen und säen. Und ahnen, dass wir manchmal vergeblich säen. Mal stehen die eigenen Ansprüche im Weg, mal fehlt es uns an Zeit. So stolpern wir vorwärts. Und dann ist da mehr, das nicht aufgeht. Mehr, das uns eben nicht gelingt. Mehr, das vertrocknet, das keine tiefen Wurzeln bekommt, das erstickt oder einfach von anderen wegge“pickt“ wird. Da sind drei Viertel Scheitern!

Es ist Jesus, der diese „Frühlings-Wachstums-Geschichte“ erzählt. Und er rechnet damit, dass da mehr Anteile Scheitern sind als wir es wollen. Er weiß, dass wir investieren und uns engagieren - und doch so wenig wirklich wächst.

Aber auch dies: Kein Wort der Anklage hören wir von ihm! Vielmehr hören wir: Verzweifle nicht über dein Scheitern! Sei darüber nicht zu enttäuscht.

Nicht alles im Leben trägt reiche Frucht. Im Gegenteil: Vieles scheitert. Jesus macht das nicht nervös. Er rechnet fest damit. Und ermutigt uns, darauf zu vertrauen, dass ein Teil Frucht das hundertfach überbieten kann.

Herzliche Frühlingsgrüße!
Ihre Pastorin Almut Berndt

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Nachruf Pastor i.R. Traugott Wrede

*5. März 1951 † 26. Januar 2026

Am 26. Januar verstarb der ehemalige Sankt-Petri-Pastor Traugott Wrede. Am 1. September 1981 kam er hierher nach Langen, um in Sankt Petri seine erste Pfarrstelle  anzutreten, in der er auch ordiniert wurde.

Sein Herz schlug dabei besonders für die Kirchenmusik. So hat er 1984 nicht nur die Kantorei „wiederbelebt“, sondern auch den Orgelbau- und Kirchenmusikverein gegründet, der in den folgenden Jahre viele Konzerte mit durchaus namhaften Künstlern organisierte.

Die deutlichsten Spuren, die Traugott Wrede in Sankt Petri hinterlassen hat, sind bis heute hörbar: Er initiierte den Bau der Beckerath-Orgel, die am 12. März 1989 eingeweiht wurde. Der ehemalige Kirchenvorsteher Heino Breitlauch erinnert sich: „Er tingelte sonntags mit der Drehorgel durch Langen und sammelte Geld für den Orgelbau.“

Nach seinem Abschied aus Sankt Petri wurde Traugott Wrede zunächst Polizeipfarrer in Hannover und übernahm schließlich nach einer kurzen Zeit im Pfarramt in Winsen / Luhe bis zu seinem Ruhestandsbeginn die Leitung des Pastoralkollegs in Loccum.

Bis zuletzt blieb Pastor Wrede mit Sankt Petri und einzelnen Mitgliedern verbunden.