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„Da geht noch `was!“

Foto: www.pexels.com

Punkt, Komma, Doppelpunkt, Ausrufezeichen – kaum ein Text kommt ohne diese Satzzeichen aus. Ziemlich aus der Mode gekommen hingegen: das Semikolon – auch „Strichpunkt“ genannt. Laut Duden soll es zwei Sätze oder Gedanken trennen. Dabei trennt es nicht so stark wie ein Punkt, aber doch mehr als ein Komma.

Ich gebe zu, dass mir bisher die nähere Bedeutung des Semikolons ziemlich egal war … Aber kürzlich habe ich etwas über dieses Satzzeichen gelesen, das mich doch berührt hat. Es gibt nämlich den sogenannten „Semikolon-Tag“. Das Satzzeichen Semikolon wird dabei im übertragenen Sinn benutzt. So lautet das Motto des „Semikolon-Tages“ in etwa: „Meine Geschichte ist noch nicht zu Ende.“ Oder eben: „Da geht noch `was!“
Viel Hoffnung schwingt da mit. Auch Widerstandsfähigkeit. Die Kraft des Weitermachens.

Das Semikolon erzählt von Zweierlei. Es nimmt ernst: Etwas hört auf. Etwas geht zu Ende. Aber gleichzeitig bleibt es hier nicht stehen! Es richtet den Blick nach vorn. Das Ende ist noch nicht das Ende! Es geht noch weiter!

Ich finde, dass zurzeit viel zu Ende geht. Weil sich so viel verändert! Und da, wo sich etwas verändert, hört eigentlich immer auch etwas auf. Oft ist das traurig. Vieles von dem, was zu Ende geht, war doch schön und wir haben es sehr geschätzt!

An dieser Stelle könnten wir einen Punkt setzen. Dann würden wir beim Zu-Ende-Gehenden stehenbleiben. Das Semikolon aber lenkt unseren Blick nicht nur auf das, was beendet ist, sondern ruft uns zu: Es geht weiter! Da geht noch `was!

Jesus hat einmal gesagt: „Ich bin ganz sicher: Der das gute Werk bei euch begonnen hat, der wird es auch vollenden.“ (Philipperbrief 1,6)

Daran will ich festhalten. Vor allem dann, wenn all die Krisen und Unsicherheiten fast übermächtig zu werden drohen.

Gott wird Wege finden – welche und wie auch immer; (Semikolon!) sind Sie dabei?

Herzliche Grüße!
Ihr Pastor Marcus Berndt

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